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DAS KÄTHCHEN VON HEILBRONN HAB ICH MIR ANDERS VORGESTELLT

nach Heinrich von Kleist

Premiere 18. Oktober 2017 Vorstellungen bis 18. November immer Mi bis Sa // jeweils 20:30 Uhr im TAMS THEATER MÜNCHEN | PRESSE

Es spielen Stefanie Dischinger, Sophie Wendt, Arno Friedrich, Neil Vaggers Regie Lorenz Seib Musik Neil Vaggers Dramaturgie Adrian Herrmann Ausstattung Claudia Karpfinger, Katharina Schmidt, Lorenz Seib Licht Peter Mentzel Regieassistenz Kalinca Vicente

Die letzte Silvesternacht in Heilbronn ist an niemandem spurlos vorbeigegangen. Theobald Friedeborn versteht die Welt nicht mehr, seine Tochter Käthchen glaubt fast unerschütterlich an die große Liebe, Friedrich Wetter vom Strahl findet einfach keine Kaisertochter und Kunigunde von Thurneck vergiftet jeden, der ihr in die Quere kommt. Köhler, Knappen und Kammerzofen befreien Gefangene, vertauschen Briefe und verwechseln im Theaternebel ständig die Realität mit der Wirklichkeit. Die Bühnenmaschinerie setzt sich ächzend in Bewegung und der Kaiser kann sich an nichts erinnern.

Ein Abend über enttäuschte Hoffnungen, verzweifelte Versuche, große Gefühle, falsche Versprechen und echten Theaterdonner.

PRESSESTIMMEN:

„Die oft bizarre Fantastik, das Traumhafte, Mythische und Utopische des post-weimarer Klassikers bietet reichlich Stoff für die post-postdramatische Befragung des Theaters durch sich selbst.“ Und so wird „munter drauflos dekonstruiert, ohne mit Selbstgefälligkeit zu langweilen. (…) Regisseur Lorenz Seib liefert zum einen die wesentlichen Handlungsstränge des Dramas, hinterfragt aber auch die ohnehin nie vom aufgeklärten Zuschauer gehegte Illusion vom Theater als Illusionsmaschine“ und „macht sich lustig über die zur Zeit modische Abwesenheit von Magie und Imagination“. Und die Dialoge, wenn nicht von Kleist, „erzählen von dem was passiert, wenn man die Forderung nach mehr Authentizität der Schauspielerei richtig ernst nimmt.“ Gegen Ende „schwebt ein großer Fisch so gelassen durch das Theater, als wäre es sein angestammtes Biotop.“ (Münchner Abendzeitung)

„Seib lässt sein wunderbar spielfreudiges und musikalisches Team vom Aneinander-Vorbeilieben erzählen und die Fantasie, den Traum und letztlich das Theater feiern (…) Nicht umsonst wird Antonin Artauds „Geist krasser Anarchie“ beschworen und Wolfram Lotz´Rede zum unmöglichen Theater zitiert, wo dieser die „Würstchen der Wahrheit“ dankend verschmäht.“ (Süddeutsche Zeitung)


TANTE UND ICH

von Morris Panych – WIEDERAUFNAHME

Premiere 07.07.2017 Vorstellungen 08.07. / 12.07 / 13.07. / 14.07. / 15.07. / 19.07. / 20.07. / 21.07. / 22.07. / 26.07. / 27.07. / 28.07. / 29.07. // jeweils um 20:00 Uhr im TEAMTHEATER TANKSTELLE München, Am Einlaß 4, 80469 München, Tel. 089-260 66 36 KARTEN ONLINE BESTELLEN

REGIE Philipp Jescheck AUSSTATTUNG Michele Lorenzini LICHTDESIGN Rainer Ludwig ASSISTENZ Kalinka Vicente MIT Evelyn Plank, Arno Friedrich

TANTE UND ICH von Morris Panych ist eine grandios schwarzhumorige Gemeinheit und klingt ganz harmlos dabei. Wie in einem Krimi enthüllt sich Stück für Stück die Person des Bankangestellten Kemp. Der Mann ohne Freunde, der schon seine Eltern hasste, besucht seine im Sterben liegende Tante Grace. Er hat sie seit über 30 Jahren nicht mehr gesehen, doch jetzt scheint es an der Zeit zu erben. Seine Eile wird allerdings gebremst, weil das Objekt seines wohltätigen Engagements ihm diesen entscheidenden Gefallen einfach nicht tun will – die Tante wird durch seinen Besuch eher vitaler als schwächer. Es öffnet sich für beide ein Zeitfenster, in dem Kemp zu einer virtuosen, aber auch unglaublich ehrlichen Lebensbilanz ansetzt. Tage werden zu Wochen, die Jahreszeiten kommen und gehen, bis sich plötzlich in einem überraschenden Moment alles ändert… 

Bei allem Sarkasmus und aller Ironie erzählt dieses Stück die wunderbare Begegnung zweier einsamer Menschen. TANTE UND ICH ist ein kleines böses Kammerspiel, das ins Herz trifft, eine rabenschwarze Komödie über das Leben und das Sterben, die Einsamkeit und die Hoffnung auf Glück. Das Stück von Morris Panych kam 1996 in Canada heraus und gewann den Jessy Award als »Outstanding Original Play«.


PRESSESTIMMEN:

„Erschüttend komisch (…) leichtfüßig und mit souveränen Timing“
(Mathias Hejni, Münchner Abendzeitung)
 
Der Kritiker Wolf Banitzki (theaterkritiken.com) schreibt:
(…) „Tante und Ich“ ist an sich schon zum Brüllen komisch und Regisseur Philipp Jescheck gelang eine kongeniale Inszenierung. Seine Wahl der Darsteller hätte besser nicht sein können. Evelyn Plank (…) hatte kaum mehr als eine Handvoll Sätze, die auch erst gegen Ende des Stücks  anfielen. (…) ihr Minenspiel war ausgesprochen beredt und nicht minder komisch. Arno Friedrich, fiel der aktive Part der dramatischen Erzählung zu. Mit äußerester Lebendigkeit und grandiosem Gestus, spielte er einen Loser, der nach und nach sein ganzes Leben aufblätterte. (…) Arno Friedrich liefert ein schauspielerisches Feuerwerk ab, das einem Woody Allen zur Ehre gereichen könnte.“


DER PROZESS

nach Franz Kafka

02.06.2017 / 08.06. / 09.06. / 27.06. / 29.06. / 04.07. / 06.07. // jeweils um 20:00 Uhr im TIROLER LANDESTHEATER INNSBRUCK / KARTEN ONLINE BESTELLEN

REGIE Philipp Jescheck AUSSTATTUNG Michele Lorenzini DRAMATURGIE Romana Lautner FASSUNG Philipp Jescheck und Romana Lautner ASSISTENZ Agnes Mair MIT Jan-Hinnerk Arnke, Hans Danner, Arno Friedrich, Kristoffer Nowak, Sara Nunius

Josef K. weiß weder weshalb noch von wem er verhaftet wurde. Er weiß nur, er ist verhaftet, ein Prozess ist gegen ihn im Gange und er kann nichts dagegen tun. Unschuldsbeteuerungen helfen ihm genauso wenig wie Verteidigungsversuche. Sein ganzes, bisher tadellos erfolgreich geführtes Leben ändert sich mit einem Schlag.

Gespenstisch gut gelang es dem studierten Juristen Franz Kafka Räume für Verunsicherungen und Ängste zu schaffen, die Logik auszuhebeln und eine unfassbare Geschichte fassbar zu machen. Langsam wird man Zimmer für Zimmer hineingezogen in den Bann des seelenlosen Gerichts und so zum Zeugen, wie ein Mensch sich immer mehr verliert in einer Welt, die jeglichen Sinn entbehrt.

PRESSESTIMMEN:

Als Regisseur bring Jescheck diese grausame Slapstickkomödie mit Liebe zu aberwitzigen und abseitigen Details auf die Bühne. … Schlichtweg brilliant ist Michele Lorenzinis Bühnenbild … Friedrichs Spiel, sein Anrennen, Taumeln und Torkeln ist beeindruckend. Kristoffer Nowak, Hans Danner, Jan-Hinnerk Arnke und Sara Nunius gestalten gleich mehrere Rollen zu nuancierten Miniaturen aus: eine marodierende Meute, die nicht locker lässt – und alle Erklärung schuldig bleibt. Der Prozess ist so beklemmend, dass man nach zwei Stunden Spielzeit am liebsten sofort das Weite suchen möchte. Ersatzerleichterung erlaubt nur euphorischer Applaus. (Tiroler Tageszeitung)

Es bleibt spannend bis zum überraschenden Ende. Das fünfköpfige Ensemble vollbringt wirklich eine sehr bewundernswerte Leistung. Arno Friedrich verkörpert Josef K. beklemmend und intensiv, Kristoffer Nowak, Hans Danner und Jan-Hinnerk Arnke brillieren in fünf bis sieben Rollen und Sara Nunius verwandelt sich überzeugend in unterschiedliche triebgetriebene Frauentypen. (Krone)

… eine sprizige kluge Interpretation. … Arno Friedrich überzeugt als schlaksiger Josef K., der sich, anfänglich ungläubig, später wütend seinem unsichtbaren Gegner stellt und schließlich an der Aussichtslosigkeit verzweifelt. (der Standard)


RESTE VON GESTERN

Hör.Spiel.Performance  – WIEDERAUFNAHME

14.06.2017 / 17.06.2017 // jeweils um 21:00 Uhr im THEATER HOCHX, Entenbachstr. 37, München // KARTEN ONLINE BESTELLEN // HOMEPAGE DER PRODUKTION

KONZEPT/REGIE Burchard Dabinnus AUSSTATTUNG Katharina Schmidt, Marlene Rösch LICHT Peter Mentzel MUSIKALISCHE GESTALTUNG Franz Josef Walter GRAFISCHE GESTALTUNG Wolfgang Gebhard MIT Katja Amberger, Helmut Dauner, Arno Friedrich, Isabel Kott 

Die Grenzen sind im Namen der „freien Meinungsäußerung“ schon lange weit überschritten denn offene Hassbotschaften als auch physische Angriffe und Attacken scheinen dadurch gerechtfertigt.

Seit dem „Ansturm der Vielen“ vor über einem Jahr, hat sich Europa fast vollständig abgeschottet, die griechischen Inseln sind überfüllt und das Mittelmeer inzwischen ein Massengrab. Der IS hat leider sein Schlachtfeld zweifellos nach Mitteleuropa ausgeweitet und Islam und Terrorverdacht werden auf eine Stufe gestellt. Und Populisten, „Patrioten“ und „besorgte Bürger“ haben Anhänger aus verschiedensten Kreisen und politischen Richtungen dazugewonnen. Begriffe wie „Islamisierung“ oder „Umvolkung“ gehören in den sozialen  Medien zu den sprachlichen Standards. Trotz allem ist nach wie vor die Toleranz und Hilfsbereitschaft  bei vielen Bürgern noch relativ groß. Aber das Eis ist dünn.

Unwille ebenso wie Verunsicherung machen sich in einer sehr undurchsichtigen Melange aus Meinungen und „Wahrheiten“.  bemerkbar. Selbst gerade noch „weltoffene“ und tolerante Menschen sind skeptischer geworden, denn fast im Wochentakt werden ja  „Terrorverdächtige“ vermutet oder Anschlagspläne aufgedeckt und: „was uns das alles kostet!“ Und wenn dann auch tatsächlich der Punkt kommt, an dem man selber einen Teil Wohlstand, Wohnfläche oder Arbeitsplätze abgeben müßte,  ist  dann nicht doch der Hilfsbereitschaft genug getan, ist man sich dann erstmal nicht selbst der Nächste? Einige derer, die  2015 am Münchner Hauptbahnhof anfluteten, sind inzwischen tatsächlich gute Freunde geworden, haben die Möglichkeit in Privaträume umzuziehen. Wenn man allerdings eine solche Unterkunft öfter besucht hat, weiß man, dass nicht alle dort diese Chance haben werden.

Die gesellschaftliche Zerreißprobe muß trotzdem bestanden werden, aber wie genau?

Diese Aspekte will die aktualisierte „Reste von gestern“–Performance noch stärker fokussieren und die Verstecke von raschen Urteilen und Vorurteilen und der  Beeinflußbarkeit von Meinungen  austesten. // Gefördert durch das Kulturreferat der Stadt München

PRESSESTIMMEN:

Die Hörspielperformance entlarvt nicht nur Klischees über Fremde, sondern wirbelt vor allem das Schubladendenken durcheinander. (Augsburger Allgemeine)

Aus der skurrilen Ausgangssituation entspinnt sich in schlagfertigen Dialogen ein vielschichtiger Diskurs, der Pegida-Parolen ebenso den Wind aus den Segeln zu nehmen versteht, wie jenen, die zu wissen glauben, wie ein Rassist aussieht. (Münchner Feuilleton)

TRAILER:


DIE FÜNF RÄUBER UND DAS GEHEIMNIS IM SACK

LIVE HÖRSPIEL / FAMILIENKONZERT

22.01.2017 // 11:00 Uhr Theater Augsburg  – hier die KRITIK

REGIE Ursula Suwelack TEXT Katharina Neuschaefer ILLUSTRATION Martin Fengel SPRECHER Arno Friedrich DIRIGENT Lancelot Fuhry MUSIK Augsburger Philharmoniker

In der großen, weiten Wüste hat es eine Räuberbande nicht leicht: in letzter Zeit läuft’s einfach nicht. Als der Räuberhauptmann bei einem Überfall nur einen alten Sack erbeutet, kommt es in der Räuberbande zu Meuterei. Dabei ahnen die Räuber nicht, dass sich genau in diesem alten Sack einer der größten Schätze des Morgenlandes befindet. Hinter dem noch dazu der grausame Sultan her ist …

Zu den Klängen von Nikolai Rimski-Korsakows Scheherazade erzählt Schauspieler Arno Friedrich die gleichzeitig witzige und lehrreiche Geschichte von der chaotischen Räuberbande.

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EINE PRODUKTION DES SYMPHONIEORCHESTERS DES BAYERISCHEN RUNDFUNKS


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